Was habe ich mich gefreut, als ich die aktuelle Blogparade auf Magi Mania sah. So viele bunte Make Ups und ein so wunderbares Thema. Ich ließ den Tab gleich geöffnet, damit ich regelmäßig nachschauen konnte ob ein neues Foto dazu kam und auch um nicht zu vergessen selbst mitzumachen. Da sind wir nun. Mit dem Thema „Fishy Looks“ – MakeUps inspiriert von (exotischen) Fischen.
Ich konnte nicht anders und suchte mir einen Fisch als Vorbild, der weder im heimischen Aquarium noch als Zeichentrickfigur beliebt ist… sondern viel eher als sogenannter Speisefisch und „Hobbyobjekt“. Meine Recherche zur Meerforelle, oder auch Salmo Trutta Trutta, führte mich oftmals in irgendwelche Anglerforen, wo von guten und schlechten Modellen die Rede war, anstatt von Lebewesen. Mir wurde mal wieder bewusst, wie wenig die Menschheit an Mitgefühl für die Fische dieser Welt übrig hat. Sie scheinen mitunter so weit weg von uns zu sein, ja eben sogar in einem anderen Element heimisch, dass wir denken wir können mit Fischen umgehen wie mit einem leblosen Gegenstand. Dies bezieht sich nicht nur auf Speise- oder Hobbyfisch, sondern natürlich auch auf die verzüchteten Aquarienfische, die massenweise (ob als Wildfang oder vom Großhändler) in kleine Glaskästchen gesperrt werden, nur damit wir uns an deren Farbenpracht erfreuen können. Es ist also kein Wunder, dass es sogar Menschen gibt die sich selbst in die Veganer oder Vegetarier-Schublade stecken, aber trotzdem Fisch essen. Denn uns wird suggeriert… Fisch ist nicht Fleisch, Fische sind eine „Andersartigkeit“, Fische sind nicht mal Tiere; Speisefische sind keine Individuen, sondern die Gewichtseinheit Tonnen. Doch auch für Fische bedeutet Schmerz Schmerz, ist Einsamkeit Einsamkeit, ist Gefangenschaft Gefangenschaft, ist Tod Tod.
Bildrecht: Public Domain
So suchte ich mir also die Meerforelle aus, welche in ihrem natürlichen Lebensraum stark gefährdet und teilweise sogar gänzlich verschwunden ist. Das hat unter Anderem mit der Zerstörung ihrer Laichplätze zutun. Denn das Bauen von Kraftwerken, Dämmen und das generelle Eingreifen in natürliche Gewässer, hindert die Forelle an ihrer Laichwanderung.
Ich finde das Farbzusammenspiel mit diesen etwas helleren und dunkleren Pünktchen so hübsch… sodass ich mir danach gar keinen bunten „Zierfisch“ mehr aussuchen wollte. Durch die eher gedeckten Töne, wird das Make Up relativ alltagstauglich und trotz der Punkte nicht „too much“. Zumindest empfinde ich das so. Leider sieht man den hellen beige-braunen Ton am unteren Lid auf den Fotos nicht sehr. Da schluckte die Kamera mal wieder zu viel Farbe.
Und das habe ich verwendet…
- elf Mineral Infused Mascara in „Black“ – vegan (Testbericht)
- Rouge Annemarie Börlind in “Rose” auf den Wangen – vegan (Testbericht)
- Lidschatten Annemarie Börlind in “Black” für die Augenbrauen – vegan
- Liquid Eyeliner P2 Extreme Waterproof in “Black” für den oberen Lidstrich und ein paar Pünktchen – vegan
- Lippenstift Lush in „Entschlossen“ für die roten Pünktchen und ganz leicht auf die Lippen getupft – vegan
- Gebackener Lidschatten Alverde „Glam Mauve“ auf dem beweglichen Lid – vegan
- Creme Lidschatten Alverde „Golden Brown“ als Lidschattenbasis – vegan
- Lidschatten Alverde auf der Zauberwald LE in „Magic Brown“ in der Lidfalte – vegan
- Lidschatten Quattro Alverde in „Chocolate„, den beigen Ton am unteren Lid und den dunkelsten Ton für Punkte – vegan
- Eye Liner Pencil von Annemarie Börlind in „Black“ – vegan
- Verschiedene vegane Pinsel von Lakshmi, Alverde und ebelin
Alternativlink: http://vimeo.com/38026796
Das Musikvideo zu „Tuck the Darkness In“ von den Bowerbirds erzählt von einem kleinen Jungen und seinem Mitgefühl für Fische. Mich hat das Video sehr berührt, weshalb ich es gerne mit euch teilen möchte.
Auch ein gut gemachter Kurzfilm ist „I am the Ocean“ von Sebastian Hilgetag und Marie Havemann. Die Erzählung ist eine Bachelor-Arbeit und beleuchtet die Thematik aus der Sicht des Fisches.
Alternativlink: http://vimeo.com/66304543